

Die Veranstaltung wurde vollständig von den Teilnehmerinnen des Lernhauses vorbereitet und gestaltet. Den Einstieg in das Thema bildete ein Erzählcafé mit biographischen Fragen:
Was hat mich in meiner Frauenrolle geprägt?
Welche Vorbilder gab es?
Wie gestalte ich meine Frauenrolle?
Wo gibt es Rollenkonflikte?
Der biographische Zugang erwies sich als sehr hilfreich, um Knackpunkte zu identifizieren, z.B. die Schwierigkeit, die Rollen als Mutter und Beruf/Studium miteinander zu vereinbaren. Trotz unterschiedlicher Biographien wurden auch eine Menge Gemeinsamkeiten entdeckt, sowohl zwischen den unterschiedlichen Generationen als auch zwischen den unterschiedlichen Kulturen. Das Bewusstsein einer andauernden Ungleichheit zwischen den Geschlechtern aufgrund von gesellschaftlichen Vorgaben ist sehr hoch.
Den Wurzeln und Ausformungen dieser Ungleichheit wurde in einem Podiumsgespräch nachgegangen. Je eine Vertreterin des Judentums, des Islams, der Bahai-Religion, des Christentums und der östlichen Religionen bzw. Weltanschauungen Schamanismus/Konfuzianismus/Buddhismus diskutierten mit den übrigen Lernhausfrauen über die sozial geformten Geschlechterrollen in Familie und Öffentlichkeit, über theologische Begründungen der Geschlechterrollen durch Schöpfungsmythen und über den Zusammenhang von Frau, Körper und Sexualität.

In Arbeitsgruppen wurden diese Themen vertieft und unter Anleitung in einer Theaterperformance umgesetzt. Mit ungeahnter Phantasie wurden verschiedene Aspekte des Veranstaltungsthemas teilweise komödienhaft und teilweise mit ernsten Untertönen präsentiert. Der Umgang mit gesellschaftlichen Restriktionen war ebenso Thema wie die Mittäterschaft von Frauen bei ihrer Aufrechterhaltung. Diese kreative Herangehensweise ergänzte die kognitive Ebene hervorragend und begeisterte die Teilnehmerinnen sehr.
Eindrücke von der Theaterperformance
